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Ratgeber · Digitale Menükarten

Was kostet eine digitale Speisekarte?

Die ehrliche Antwort besteht aus drei Zahlen, nicht aus einer. Wir zeigen dir alle Kostenblöcke, rechnen Abo gegen Festpreis über drei Jahre — und sagen dir, wann sich die Umstellung nicht rechnet.

Aktualisiert 13. August 2026 8 Minuten Lesezeit
Hoher Stapel frisch gedruckter Speisekarten neben einem Smartphone mit digitaler Karte und einer alten Rechenmaschine

„Was kostet das?" ist meistens die zweite Frage im Gespräch. Die erste ist „geht das überhaupt?". Und die Antwort auf die zweite Frage ist deshalb so schwammig, weil Anbieter sehr unterschiedliche Dinge in ihren Preis einrechnen — der eine nennt eine Zahl für die Software, der andere eine für die komplette fertige Karte inklusive Aufbau.

Damit du Angebote überhaupt vergleichen kannst, musst du sie erst auf dieselben drei Blöcke herunterbrechen.

Die drei Kostenblöcke

Block 1: Die Einrichtung

Alles, was einmalig anfällt, bevor die Karte live geht. Das ist Design, das Aufbauen der Gerichte, Kategorien und Preise, das Einpflegen von Allergenen, Übersetzungen, und das Erstellen der QR-Codes und Aufsteller-Vorlagen.

Der entscheidende Punkt: Wer macht diese Arbeit? Bei Baukasten-Anbietern machst du sie selbst, deshalb ist ihr Einrichtungspreis niedrig oder null. Wenn du achtzig Gerichte mit Beschreibungen und Allergenen hast, sitzt du daran aber leicht einen ganzen Tag. Rechne deine eigene Zeit mit — sie ist nicht kostenlos, nur unsichtbar.

Block 2: Die laufenden Kosten

Hier trennen sich die Modelle. Abo-Anbieter berechnen monatlich oder jährlich, oft gestaffelt nach Zahl der Gerichte, Standorte oder Sprachen. Bei einer eigenen Karte fallen nur Domain und Hosting an — und wenn du bereits eine Website hast, läuft die Karte in aller Regel auf demselben Webspace mit.

Block 3: Dein Zeitaufwand danach

Der Block, den fast niemand einrechnet. Wie lange brauchst du, um einen Preis zu ändern? Bei einem guten Editor sind das zehn Sekunden. Wenn du dafür jemanden anrufen musst, sind es zwei Tage Wartezeit und eventuell eine Rechnung pro Änderung. Über ein Jahr mit einem Dutzend Anpassungen macht das einen erheblichen Unterschied.

So vergleichst du zwei Angebote fair

Frag beide Anbieter dasselbe: Was kostet der Start, was kostet mich das Jahr danach, und wer tippt meine achtzig Gerichte ein? Erst wenn alle drei Antworten auf dem Tisch liegen, sind die Zahlen vergleichbar.

Abo gegen Festpreis: die Drei-Jahres-Rechnung

Ein Abo wirkt im ersten Monat immer günstiger. Der Vergleich wird erst ehrlich, wenn man ihn über die Zeit rechnet, in der die Karte tatsächlich läuft — und das sind selten weniger als drei Jahre.

 Abo-ModellEinmaliger Festpreis
Start0–150 €ab 790 €
Pro Monatca. 20–60 €Hosting, meist unter 10 €
Nach 1 Jahrca. 240–870 €ca. 790–890 €
Nach 3 Jahrenca. 720–2.310 €ca. 790–1.150 €
Aufbau der Gerichtemachst dumacht die Agentur
Wenn du aufhörstKarte ist wegKarte bleibt

Beispielwerte auf Basis marktüblicher Spannen — die konkreten Preise unterscheiden sich je nach Anbieter und Umfang. Prüfe immer das Angebot, das dir vorliegt.

Die Zahlen sagen nicht, dass ein Abo immer schlechter ist. Sie sagen, dass der Vorteil eines Abos woanders liegt: im geringen Einstiegsrisiko. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Gäste die Karte überhaupt annehmen, ist ein kündbares Abo für ein halbes Jahr ein vernünftiger Test. Nur solltest du dann von Anfang an wissen, dass es ein Test ist — und nicht drei Jahre später feststellen, dass du zweitausend Euro gezahlt hast und immer noch nichts besitzt.

Was den Preis nach oben treibt

Wenn dir jemand eine Spanne nennt statt einer Zahl, liegt das meist an diesen Punkten:

  • Der Umfang der Karte. Zwanzig Gerichte oder hundertzwanzig — das ist der größte Hebel, weil jedes Gericht Text, Preis, Allergene und eventuell ein Foto braucht.
  • Die Anzahl der Sprachen. Jede weitere Sprache bedeutet, dass die komplette Karte übersetzt und gepflegt werden muss. Maschinelle Übersetzung reicht bei Gerichtnamen selten — „Hackepeter" wird sonst zu etwas, das keiner bestellt.
  • Fotos. Vorhandene Fotos sind schnell eingebaut. Wenn keine da sind, kommt ein Fotoshooting dazu, und das ist ein eigener Posten.
  • Wie sauber deine Vorlage ist. Eine PDF-Datei mit strukturierten Preisen ist in kurzer Zeit übernommen. Ein Handyfoto einer handgeschriebenen Tafel bedeutet Abtipparbeit.
  • Mehrere Standorte. Zwei Filialen mit unterschiedlichen Karten sind fast zwei Projekte, auch wenn das Design dasselbe ist.
  • Sonderfunktionen. Bestellung direkt über die Karte, Anbindung an dein Kassensystem, Tischreservierung — jedes davon verschiebt das Projekt in eine andere Größenordnung.
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Was du gegenrechnen kannst

Eine digitale Karte kostet nicht nur, sie ersetzt auch etwas. Bevor du entscheidest, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf das, was du heute schon ausgibst.

Nimm deine letzte Druckrechnung zur Hand. Für einen mittelgroßen Betrieb sieht die Rechnung typischerweise so aus: sechzig Karten, laminiert oder auf festem Papier, kosten je nach Ausführung ein paar hundert Euro. Dazu kommt der Gestaltungsaufwand, wenn sich etwas ändert — entweder als Rechnung von der Agentur oder als deine eigene Zeit im Layoutprogramm.

Wer zweimal im Jahr nachdruckt, weil sich Preise oder Gerichte geändert haben, liegt schnell im hohen dreistelligen Bereich pro Jahr. In diesem Fall ist eine einmalig bezahlte digitale Karte oft im zweiten Jahr bezahlt.

Wer dagegen alle drei Jahre einmal druckt, spart durch die Umstellung wenig bis nichts. Dann muss die Entscheidung über andere Argumente laufen: Mehrsprachigkeit, Tagesangebote, das Erscheinungsbild, Allergene sauber ausgewiesen. Das sind gute Gründe — aber es sind keine Sparargumente, und wer dir etwas anderes erzählt, verkauft dir etwas.

Der Posten, der oft vergessen wird

Überklebte Preise. Fast jeder Betrieb, der mit gedruckten Karten arbeitet, hat irgendwann Aufkleber über alten Preisen. Das kostet kein Geld, aber es kostet Eindruck — und zwar bei genau den Gästen, die zum ersten Mal da sind.

Versteckte Posten, nach denen du fragen solltest

Die folgenden Punkte tauchen in Angeboten selten auf, entscheiden aber, was du am Ende wirklich zahlst.

  1. Kostet eine Änderung extra? Manche Anbieter berechnen pro Änderung oder verkaufen dir ein Kontingent. Wenn du nicht selbst an die Preise kommst, ist das ein laufender Kostenposten.
  2. Was passiert nach dem ersten Jahr? Einstiegsrabatte laufen aus. Frag nach dem regulären Preis ab Jahr zwei, nicht nach dem Aktionspreis.
  3. Ist Hosting enthalten oder kommt es dazu? Bei Festpreis-Angeboten steht das nicht immer dabei.
  4. Wer zahlt den Druck der Aufsteller? Manche Anbieter liefern nur die Druckvorlage, andere die fertigen Aufsteller. Zwischen beidem liegt ein realer Betrag.
  5. Was kostet eine zusätzliche Sprache später? Wenn Türkisch erst im zweiten Jahr dazukommt, willst du den Preis vorher kennen.
  6. Gibt es eine Mindestlaufzeit? Vierundzwanzig Monate Bindung machen aus einem günstigen Monatspreis eine vierstellige Verpflichtung.
  7. Bekommst du deine Daten zurück? Wenn du wechseln willst — kannst du deine Gerichte, Texte und Bilder exportieren, oder tippst du alles neu?

Was wir nehmen — und warum

Wir arbeiten mit einem einmaligen Festpreis, der bei 790 Euro beginnt. Darin enthalten sind die komplette Übernahme deiner Karte, das Design im Look deines Ladens, Mehrsprachigkeit in Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch, druckfertige QR-Aufsteller-Vorlagen und der Editor-Zugang, mit dem du Preise und Gerichte selbst änderst.

Der Grund für dieses Modell ist einfach: Ein Abo würde bedeuten, dass wir jeden Monat Geld für etwas bekommen, das nach dem Aufbau kaum noch Arbeit macht. Das fänden wir schwer zu begründen. Die Arbeit steckt vorne, also steht der Preis auch vorne.

Der exakte Preis für deinen Betrieb hängt an den Punkten aus dem Abschnitt oben — vor allem am Umfang deiner Karte. Deshalb nennen wir eine Zahl erst, wenn wir deine Karte gesehen haben, und dann schriftlich und verbindlich. Was wir nicht machen: nachträglich Posten aufschlagen, die vorher nicht besprochen waren.

Alle Details zum Leistungsumfang stehen auf der Seite zur digitalen Menükarte. Wenn du noch nicht weißt, ob eine eigene Karte oder ein Baukasten für dich richtig ist, hilft dir eher unser Leitfaden zum Digitalisieren weiter.

Häufige Fragen

Was kostet eine digitale Speisekarte im Durchschnitt?

Der Markt teilt sich in zwei Modelle. Baukasten-Anbieter arbeiten meist mit einem monatlichen Abo im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich, dafür baust du die Karte selbst auf. Individuell gebaute Karten laufen über einen einmaligen Festpreis, der je nach Umfang im hohen dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich liegt. Bei uns beginnt eine fertig aufgebaute Karte bei 790 Euro einmalig.

Gibt es digitale Speisekarten kostenlos?

Es gibt kostenlose Einstiegstarife, aber sie haben fast immer einen Haken: Werbung auf deiner Karte, das Logo des Anbieters, eine Begrenzung auf wenige Gerichte oder ein QR-Code, der über den Server des Anbieters umgeleitet wird und abgeschaltet werden kann. Für einen Testlauf ist das brauchbar, für den Dauerbetrieb selten.

Lohnt sich ein Abo oder ein einmaliger Festpreis?

Rechne über drei Jahre, nicht über einen Monat. Ein Abo von 39 Euro monatlich summiert sich in drei Jahren auf gut 1.400 Euro, ohne dass dir am Ende etwas gehört. Ein Festpreis ist zu Beginn höher, danach fallen nur noch Hosting-Kosten an. Das Abo lohnt sich vor allem, wenn du wirklich laufend Betreuung brauchst oder erst testen willst.

Welche laufenden Kosten habe ich nach dem Start?

Bei einer eigenen Karte im Wesentlichen nur Domain und Hosting, also üblicherweise ein einstelliger Betrag im Monat — meist läuft die Karte ohnehin auf dem Webspace, den du für deine Website schon hast. Dazu kommt einmalig der Druck der QR-Aufsteller. Optional ein Wartungspaket, wenn du die Pflege abgeben willst.

Rechnet sich die Umstellung gegenüber gedruckten Karten?

Das hängt daran, wie oft du nachdruckst. Wer zweimal im Jahr 60 Karten neu drucken lässt, liegt schnell bei mehreren hundert Euro jährlich, plus Gestaltungsaufwand bei jeder Änderung. In diesem Fall hat sich eine einmalig bezahlte digitale Karte oft schon im zweiten Jahr amortisiert. Wer alle drei Jahre einmal druckt, spart dagegen kaum Geld — für den zählen andere Argumente.

Kaiser Agency
Wir bauen digitale Menükarten für Betriebe in Berlin. Preisangaben in diesem Ratgeber prüfen wir regelmäßig — zuletzt am 13. August 2026.

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